Themen: Finanzkrise

„Wieviel Staat braucht die Krise?“


Der Bock als Gärtner

Die Schlagzeilen zur Weltfinanzkrise verkünden unisono: „Der Kapitalismus hat versagt / Es wurde zu wenig reguliert / Nur der Staat kann der Retter sein.“ Wären das nur politische Parolen, könnte man sich trösten, denn Politik und Wahrheit waren noch nie Brüder. Fatal aber ist, dass auch fast alle Ökonomen in diese Melodie einstimmen. Und die ist schrecklich falsch. In Wahrheit hat nicht der Kapitalismus versagt, sondern – wieder einmal – der Sozialismus. Der Lebenssaft der Marktwirtschaft ist das Geld. Und das besteht seit dem Ende des echten Marktgeldes (des Goldes) aus staatsmonopolistischem Falschgeld in Form deckungsloser Papierfetzen und ankerloser Kredite. Der wichtigste Preis in einer Marktwirtschaft ist der Preis des Geldes, der Zins. Und ausgerechnet der wird von den Notenbanken zentralplanwirtschaftlich diktiert. So werden a) der Blutkreislauf des Kapitalismus sukzessive vergiftet und b) seine Preissignale permanent falsch gestellt. Das kann letztlich nur im Zusammenbruch enden.

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“Finanzieller und intellektueller Bankrott”

700 Milliarden Dollar schwer ist das Paket, das US-Finanzminister Henry Paulson und der amerikanische Kongress kürzlich zwecks Ankaufs illiquider Bank-Aktiva geschnürt haben. Um sagenhafte 700 Milliarden ist auch die amerikanische Staatsschuld (per 20.10.2008) innerhalb weniger Wochen gestiegen. Zur Veranschaulichung: 700 Milliarden Dollar ergeben – in 100$-Scheinen aufeinandergelegt – einen Turm von 762 Kilometern Höhe. Der Babylonische Turm war ein Mückenschiss dagegen.

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“Falsche Ansätze zur Lösung der Weltfinanzkrise – Gefährliches Gelddrucken”

Regierungen, Zentralbanken und der Internationale Währungsfonds (IWF) ernten Lob für ihre entschlossene Bereitstellung von Geld- und Kreditsummen in bislang nie dagewesenen Grössenordnungen. Die Kritik an staatlichen Milliardenhilfen für Banken, deren Führungskader sich trotz Giga-Verlusten mit Millionen-Boni überschütten, sowie am Freikauf von Euro-Ländern, die seit Jahrzehnten eine verschwenderische Haushaltspolitik betreiben, sei zwar berechtigt – so räumen die Experten ein; doch letztlich gehe es um die Vermeidung einer „Systemkrise“.

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